Das Wirken von 18 Monaten Deutsches Funk-Kartell

Am 18. April erinnern wir am Weltamateurfunktag an den Gründungskongress der IARU in Paris 1925. Die Gründung einer deutschen Gruppe der IARU unter Vorsitz von Prof. Dr. Esau, Jena, erfolgte keine drei Wochen später am 5. Mai 1925. ( Gründungsbericht )

Eine Woche nach Paris und anscheinend noch völlig unbeeindruckt von den dortigen Ergebnissen, traf sich das Deutsche Funk-Kartell am 25. April 1925 zu einer außerordentlichen Tagung in Berlin. Nicht ahnend, dass es die letzte große Zusammenkunft sein wird…

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Vielleicht war es diese Rückkehr Deutschlands auf internationalem Parkett, was nun die überfällige Abschaffung der Audion-Versuchserlaubnis beschleunigte. Als sich diese zum 1. September 1925 abzeichnete, war das Ende des Deutschen Funk-Kartells besiegelt, denn der Kartellzweck, die Bündelung aller Kräfte zur Qualifizierung von registrierten Rundfunkhörern, war damit Geschichte… Sensationell bleibt aber, was deren Protagonisten der Radio- und Funkvereine in diesen 18 Monaten in Deutschland geleistet haben: (weiter mit Klick auf jeweilige Grafik)

… und natürlich die über 850.000 offiziell ausgebildeten Rundfunkhörer!

Der Zweck der Kartellbildung war nun erfüllt und eine Auflösung nur folgerichtig. Dieses führte zu einer Neuorientierung und am 28. Juli 1925 zur Fusion mit dem Funktechnischen Verein (FTV) in Berlin zum Deutschen Funktechnischen Verband (DFTV) / dem Vorläufer des DASD und damit dem heutigen DARC. Aber das wäre schon wieder ein neues Funk-Event…