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Mai – letzter Monat mit SPRINT, MARATHON und ABSCHLUSS-Diplom

Mit dem 1. Mai wird nun der letzte Monat unseres Funk-Events beginnen. Es besteht die Möglichkeit, noch einmal eine grafisch neu gestaltete Serie der Diplome SPRINT (Bronze bis Gold) zu erarbeiten.

Mit diesen QSOs kann man auch die vielleicht noch fehlenden Diplompunkte für die beiden MARATHONs (Mixed oder CW) erlangen. Sind alle Sprint und MARATHON erreicht, sollte man trotzdem fleißig weiter Punkte bis zum Ende des Events sammeln. Bis zum 31. Mai 23:59 UTC (!) besteht noch die Möglichkeit, die Platzierung im Ranking der TOP 500 zu verbessern.

Der krönende Abschluss bildet das MASTER-Diplom, was erst ab dem 1. Juni 2024 zum Download bereitsteht.  Es handelt sich um ein Abschluss-Zertifikat für jeden OP und SWL, der mindestens eines unserer Diplome hat erfolgreich sich erarbeiten können. Es dokumentiert demjenigen (ohne Erbringung zusätzlicher Aktivitäten) die Anzahl der unter dem Rufzeichen jeweilig getätigten QSOs, die Zahl der daraus berechneten Diplompunkte sowie die Platzierung im Ranking. Das Master wird ausgereicht in den Modes MIXED, PHONE, CW und DIGITAL.

Die auf den MASTERs gestaltete Grafik bleibt eine Überraschung bis zum Download… Der Download ist möglich vom 1. Juni (ca. mittags..) bis zum 31. Dezember 2024.

Unser 250.000stes QSO!

Als wir am 1. Januar starteten, hatten wir keinerlei Vorstellungen, wie lange wir das Interesse am Thema zum Deutschen Funk-Kartell und besonders natürlich am Diplomprogramm aufrechterhalten werden können. Aber diese QSO-Zahl, die wir nun am 110. Tag unseres Funkevents erreicht haben, hat sich vor gut drei Monaten niemand von uns vorstellen können.

Umso mehr freut es uns, den Nerv bei wohl vielen QSO-Partnern und Diplomjägern getroffen zu haben. Nur so ist die gemeinsam erzielte QSO-Zahl von nun einer Viertelmillion zu deuten, was auch durch die recht stabile Besucherzahl unserer Webseite untermauert wird.
Herzlichen Dank dafür allen unseren Teilnehmern!

Wir versprechen bis zum Schluss des Events weiter allen Anrufern mit Engagement, Umsicht und Freude zu begegnen und uns betriebstechnisch mit viel Empathie auf unser Gegenüber einzustellen sowie die Ohren gut zu spitzen, um möglichst allen Anrufern die erfolgreiche Teilhabe am Diplomprogramm zu ermöglichen! Und wir wünschen uns für die letzten 42 Tage weiterhin faire Anrufbedingungen auf unseren Frequenzen – zur Freude für uns alle! Awdh!

… Und für alle, die mindestens 1 Diplom erarbeitet haben, halten wir am Ende des Events noch eine kleine Überraschung bereit … (mehr dazu) in Kürze

Am 18. April Weltamateurfunktag

Der 18. April 1925 war es der Tag, an dem in Paris die International Amateur Radio Union IARU von 25 Nationen gegründet wurde. Zur Mitgliedschaft: …Jeder Funkamateur kann Mitglied werden. Gibt es in einem Land mehr als 25 Mitglieder, bilden sie eine Sektion und wählen einen Präsidenten. Dieser ist Mitglied des Internationalen Verwaltungsrats. Das Hauptquartier befindet sich vorübergehend bei der ARRL, deren Zeitschrift QST ist das offizielle Verlautbarungsblatt.

“Die IARU wurde … als eine Vereinigung aller Liebhabersender auf der ganzen Erde gegründet mit der besonderen Aufgabe, die Bewegung der aktiv tätigen Funkfreunde und die Kameradschaft über die Landesgrenzen hinaus in jeder Beziehung zu fördern.”

Herman Kraus, Generalsekretär des FTV und deutscher Delegationsleiter in Paris 

1925 folgten der Einladung zu in etwa gleichen Teilen reine Radiohörer und –bastler wie auch (Funk-) Sendeamateure. Zur deutschen Delegation der Sendeamateure gehörten u.a. Protagonisten des Deutschen Funk-Kartells wie Dr. Erwin Jäger und Ludwig von Stockmayer.


Weitere Delegationsmitglieder:
Kapitänleutnant Herman Kraus, Generalsekretär des Funktechnischen Vereins (FTV) sowie Prof. Dr. Esau und Felix Cremers.

Herman Kraus (FTV) war der offizielle deutsche Delegationsleiter von zunächst 23 Nationen (Russland und Indochina trafen erst am späten Nachmittag des 18. April ein und vervollständigten nun die letztlich 25 Gründungsnationen)

…UND es hätte fast eine 26. Gründungsnation – Mesopotamien – gegeben! (MEHR dazu)

Ein Tagungsbericht Felix Cremers  aus Zeitschrift “Der Radioamateur” 1925, Heft 19, Seiten 468-470. (Quelle: DokuFunk Wien)

Weitere Artikel dazu mit detaillierten Berichten deutscher Berichterstatter zum Kongressverlauf aus der “Funk” (auch mit Klick auf nachfolgende Collage):

 

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Dabei war eine deutsche Beteiligung an der Gründungstagung der IARU am ersten Sitzungstag noch völlig offen. Die Deutschen reisten am Mittwochmorgen, am 15. April, in Paris an. Man hatte die Deutschen sehr höflich gebeten, erst eine Erörterung über ihrer Teilnahme am Nachmittag abzuwarten.

Es war die Fürsprache eines französischen Redners (einem Teilnehmer des I. Weltkriegs), der gemäß der “Zielstellung der amerikanischen Freunde, die internationale Gemeinschaft und den Weltfrieden zu fördern” den Wunsch der französischen Funkfreunde formulierte, “die Vergangenheit durch diese Arbeit der Funkfreunde der ganzen Welt auszulöschen” und sie seien bereit “mit den Deutschen in diesem Sinne zusammenzuarbeiten und heißen die deutschen Vertreter in Paris herzlich willkommen!” Die Rede wurde unter lautem Beifall aufgenommen und einstimmig wurde den Deutschen unverzüglich die Einladung  übermittelt, “…auf der Grundlage freundschaftlicher Gleichberechtigung an den Arbeiten des Kongresses teilzunehmen”.

Zu den wichtigsten Beschlüssen des Kongresses gehörte die Wellenverteilung für den Liebhaberfunk.


Der Leiter der deutschen Delegation in Paris und Generalsekretär des Funktechnischen Vereins, Herman Kraus, formulierte in der Vereinsschrift des FTV, dem FUNKBASTLER / Heft 30, die Aufgaben der IARU. (Quelle: DokuFunk Wien / weiter mit Klick auf die Grafik))

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Dieses Treffen zur IARU-Gründung 1925 in Paris wird das Ende des Deutschen Funk-Kartells einläuten. Wie das, fragen Sie sich!?

Dazu mehr unter:

Das Deutsche Funk-Kartell bei der IARU-Gründung

Video-QSL aus Brasilien

Am späteren Abend des 12. April (19-20 UTC) waren uns auf 10m noch ausgangs der Grey Line Verbindungen nach Südamerika genauso möglich wie zu DL-Stationen, wenn auch mit diesen natürlich wesentlich leiser und bei ausgeprägtem QSB. Da sind immer viel Geduld und längere Anrufe gefragt, um die “laute” Phase abpassen zu können!!

DL100FK war in SSB unterwegs und DF100FK probierte es etwas später noch in CW. Prompt kam von Tony PY1AX eine “Video-QSL” per email.

Tony hatte uns bereits im Event zu 90 Jahren “Tante Ju” in ähnlicher Weise so begleitet und dadurch in Südamerika für Aufmerksamkeit auf 90TJU gesorgt.

https://dl2swr.afu-wismar.de/90tju.html 

 

DD100FK mit spezieller 630m Aktivität

Im Rahmen des „Maritim Radio Day“ am 14./15. April 2024 findet Funkbetrieb vom Traditionsschiff „Frieden“ in Rostock (Schifffahrtsmuseum) statt. Der dortige Chief-Op von DL0MCM/Traditionsschiff ist Helmut DL6KWN, einer der SES-OP bei 100FK. Er wird von hier auch zeitweilig immer wieder als DD100FK zu hören sein. (unsere ON-AIR-Spots und/oder die Clustereinträge beachten!)

So auch zu zwei speziellen Aktivitätsphasen auf 630m (auf 473,7kHz). Die entsprechende Technik ist auf vielen dieser historischen Schiffen meist noch vorhanden, da die Seenotfrequenz auf 500 kHz angesiedelt war.

Geplant sind für diese Aktivitäten auf 473,7 kHz

der 14. April 18:00 – 21:00 UTC und der 15. April 02:00 – 04:00 UTC.

Der erste Ruf erfolgte pünktlich 18 UTC. Ungewohnte QRG-Einträge im Cluster…

Erste Feedbacks:

CQ jeweils die ersten 10 Minuten jeder vollen Stunde. Jeder Kontakt ist willkommen und insbesondere auch Hörberichte sind ausdrücklich erwünscht! Gern direkt an Helmut dl6kwn@darc.de

Und hier die sendeseitigen Erfolge dieser Aktivität auf 630m:

KI-generierte Anrufe? Nein, wir setzen weiter auf die natürliche Intelligenz!

Bei unserer Ankündigung zum Test von KI-gesteuerten Anrufen am Ostermontag war durchaus NI gefragt, die natürliche Intelligenz. Dank des FUNKAMATEURs als unser Multiplikator konnte sich am gleichen Tag die Meldung noch weiter viral ausbreiten:

Aber auch wenn nun einige enttäuscht sein werden (?) – es war nur eine Fake News!
Ein April-Scherz, zu dem wir uns ausdrücklich bekennen und für dessen Mitverbreitung wir dem FUNKAMATEUR herzlich danken.

Wir ALLE dürften sehr erleichtert sein,  dass diese besondere 24h-Meldung falsch war. Denn keiner von uns will doch seinen Spaß am Funken an irgendeine „KI“ abtreten! Oder?

 

DM100MW war Ostersonntag zur “DXpedition” in Nassau

Seit vielen Jahren unternimmt DKØMIT am 1. April “DXpeditionen der besonderen Art”. Zu den Expeditionszielen zählten (und das ist kein Aprilscherz!) bereits Amerika, Kamerun, Samoa und andere fern klingende Gegenden. Dieses Jahr folgte das Team mit Manfred/DL2LUN, Robert/DO6BRT und Karsten/DL1RUN dem Fernweh nach Nassau


Zur DXpedition nach Nassau (es ist zwar nicht das in der Karibik, sondern das in Sachsen) wurde in diesem Jahr das Sonderrufzeichen DM1ØØMW mitgenommen. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit und anschließendem Aufbau der Station im Jugendclub Nassau wurde um 08:15 UTC das erste QSO auf 40m gestartet. Überwiegend auf diesem Band war das kleine Team in Nassau mit 227 QSOs erfolgreich. Aber auch 20m, 10m, 2m und 70cm wurden aktiviert. Für die Kurzwelle war ein IC-9100 mit 100W und eine etwa 5 m hoch hängende W3DZZ im Einsatz und auf UKW ein Kenwood-Mobiltransceiver mit Groundplane-Antenne.

Highlights waren QSOs mit weiteren entfernt klingenden Stationen. So kamen die Signale von Harry/DK8XF und Horst/DL6USA aus Neu-Seeland (https://de.wikipedia.org/wiki/Neu-Seeland) ins Log. Absoluter Knüller war aber ein QSO mit DL2XF. Alex hatte sogar den Weg nach Merkur (https://de.wikipedia.org/wiki/Merkur_(Drebkau)) auf sich genommen. Das dürfte das absolute ODX an diesem Tag gewesen sein.

Karsten/DL1RUN

Das 200.000ste QSO im Event 100FK!

Heute am 24. März 2024 – am 83. Tag (von insgesamt 152 Tagen) unseres Funkevents – absolvierten wir unser 200.000stes QSO! 

Die 83 Tage bedeuten ca. :

  • alle 36 Sekunden ein QSO
  • alle 9 Minuten ein Diplom-Download

Herzlichen Dank an alle Akteure, Diplomjäger und weitere QSO-Partner!

Damit noch viel Spaß an den verbleibenden 69 Tagen.

Ab sofort Diplom «50 Jahre RACS» – HB50CV

Radio Amateur Club Swissair (RACS) feiert 50-jähriges Bestehen!

siehe https://hb9vc.ch/racs/start.htm bzw. https://www.qrz.com/db/HB50VC

Diplom im Zeitraum vom 18. März bis 31. Dezember 2024

  • Aus diesem Grund hat der Vorstand ein spezielles Diplom ins Leben gerufen.
  • Das Diplom steht allen lizenzierten Funkamateuren weltweit zur Verfügung. Die gleichen Kriterien gelten für SWL (Short Wave Listeners). Zur LogIn-Anforderung.
  • Alle Logs werden in einer zentralen Datenbank zusammengefasst und stehen anschliessend für das Abrufen des individuellen Diploms zur Verfügung. Es müssen für die Diplombeantragung keine QSLs irgendwelcher Art eingereicht werden.
  • Der Veranstalter ist nicht haftbar, falls ein QSO falsch geloggt wurde.
  • Das Diplomprogramm ist kein Contest. Die Ausgabe der Diplome wird fortlaufend nummeriert, entsprechend dem zeitlichen Eingang.
  • Zur Diplompunkte-Abfrage.
  • Die Diplome müssen bis spätestens 30. September 2025 bestellt worden sein. Das Diplom ist kostenlos.
  • Alle QSOs werden zu einem späteren Zeitpunkt auch auf LotW und qrz.com aufgeschaltet. Spezielle dQSL (downloadable QSL) können über die Website selber heruntergeladen werden. Papier-QSL-Karte sind keine vorgesehen.

Regeln

Für das Diplom zählen gültige 2-Weg-Funkverbindungen mit HB50VC, die zwischen dem 18. März 2024, 00.00 UTC bis 31. Dezember 2024, 23.59 UTC, zustande gekommen sind. Wir versuchen auf so vielen Amateurfunkbändern qrv zu sein wie möglich.

Die IARU-Bandpläne sind einzuhalten. Verbindungen auf dem gleichen Band und im gleichen Mode [CW, Phone (Voice), Data (all digital modes)] zählen nur einmal. Es besteht nur eine Diplomklasse. Es müssen mindestens drei QSOs erarbeitet werden.

Weitere Informationen auf unserer Clubwebsite oder auf qrz.com unter HB50VC. Wir freuen uns, Dich ins Log zu bringen.

Der Vorstand des Radio Amateur Clubs Swissair.

Das Wirken von 18 Monaten Deutsches Funk-Kartell

Am 18. April erinnerten wir am Weltamateurfunktag an den Gründungskongress der IARU in Paris 1925. Die Gründung einer deutschen Gruppe der IARU unter Vorsitz von Prof. Dr. Esau, Jena, erfolgte keine drei Wochen später am 5. Mai 1925. ( Gründungsbericht )

Eine Woche nach Paris und anscheinend noch völlig unbeeindruckt von den dortigen Ergebnissen, traf sich das Deutsche Funk-Kartell am 25. April 1925 zu einer außerordentlichen Tagung in Berlin. Nicht ahnend, dass es die letzte große Zusammenkunft sein wird…

(zum vollständigen Artikel)

Vielleicht war es diese Rückkehr Deutschlands auf internationalem Parkett, was nun die überfällige Abschaffung der Audion-Versuchserlaubnis beschleunigte. Als sich diese zum 1. September 1925 abzeichnete, war das Ende des Deutschen Funk-Kartells besiegelt, denn der Kartellzweck, die Bündelung aller Kräfte zur Qualifizierung von registrierten Rundfunkhörern, war damit Geschichte… Sensationell bleibt aber, was deren Protagonisten der Radio- und Funkvereine in diesen 18 Monaten in Deutschland geleistet haben: (weiter mit Klick auf jeweilige Grafik)

… und natürlich die über 850.000 offiziell ausgebildeten Rundfunkhörer!

Der Zweck der Kartellbildung war nun erfüllt und eine Auflösung nur folgerichtig. Dieses führte zu einer Neuorientierung und am 28. Juli 1925 zur Fusion mit dem Funktechnischen Verein (FTV) in Berlin zum Deutschen Funktechnischen Verband (DFTV) / dem Vorläufer des DASD und damit dem heutigen DARC. Aber das wäre schon wieder ein neues Funk-Event…